15. Juni 2018 um 19:30

A100 Talk2: Die autofreundliche Stadt

Bauplanung in der Nachkriegsmoderne und ihre Folgen für die Gegenwart.

Mit Dr. Gunnar Klack (Architekt), Lena Osswald (Changing Cities ) und Georg Spehr.

Begleitend zur Ausstellung im CLB Berlin wird an diesem Abend die Planungs- und Baugeschichte der Berliner Autobahnen genauer betrachtet.

Im Vortrag von Gunnar Klack geht es (1.) um die konkreten Entwürfe für die Autobahnplanung von der direkten Nachkriegszeit bis in die 1970er Jahre, (2.) um die Auswirkungen und ausgeführten Bauten, sowie die Stellen, wo sich – durch das Ausbleiben der eigentlichen Autobahnbauwerke – die Schnellstraßenplanung quasi als Negativabdruck im Berliner Stadtgefüge manifestiert, (3.) um den kulturellen und politischen Hintergrund, vor dem diese hypertrophe Straßenplanung denkbar war und den damaligen Planern angemessen erschien.

Anschließend wird diese Geschichte mit Lena Osswald aus Perspektive der Radinitiative und einer fahrradfreundlichen Stadt der Zukunft diskutiert.

Dr. Gunnar Klack studierte Architektur an der Universität der Künste Berlin, Diplom 2005. Promotion zum Dr.-Ing. an der Technischen Universität (TU) Berlin 2013 mit einer Arbeit über das Werk der Architekten Fehling + Gogel. Wissenschaftliches Volontariat bei der Berlinischen Galerie – Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie, Architektur in Berlin 2013–2015; Lehrauftrag im Fachgebiet Denkmalpflege des Instituts für Stadt- und Regionalplanung (ISR) der TU Berlin Sommersemester 2015 zum Thema Autobahnplanungen der 1960er Jahre in Berlin; Wissenschaftliche Mitarbeit am FG Denkmalpflege des ISR 2016–2017.

Lena Osswald setzt sich seit Jahren für nachhaltige Verkehrslösungen und lebenswerte Räume in der Stadt ein. Im Kernteam der „Changing Cities e.V.“ unterstützt sie Berlin- und deutschlandweit Projekte und Initiativen, welche sich diesen dringenden Herausforderungen stellen. So zum Beispiel der Volksentscheid „Fahrrad Berlin“ mit dem Changing Cities eine bundesweite zivilgesellschaftliche Bewegung für die Förderung des Radverkehrs angestoßen hat. Der Ausbau der Autobahn ist für Lena Osswald ein Schritt in die falsche Richtung.

Georg Spehr hat gemeinsam mit Sam Auinger und Hannes Strobl das Ausstellungskonzept zur A100 entwickelt. Er ist ausgebildeter Kommunikationstechniker und Multimedia-Designer. Seit 2002 arbeitet er als freier auditiver Designer und Sound Director unter anderem in den Bereichen Ausstellungsgestaltung, Interaktionsdesign und Markenkommunikation. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in der gestalterischen und künstlerischen Auseinandersetzung mit klanglichen Kommunikationsformen sowie Hör- und Klangkulturen.

 

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Datum
15. Juni 2018
Zeit
19:30

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CLB Berlin im Aufbau Haus
Prinzenstraße 84.2
Berlin-Kreuzberg
10969 Deutschland

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