30.11.2019 – 01.03.2020

Navigating Berlin: Perspectives on Cartography

Die dreiteilige Ausstellungsreihe Navigating Berlin. Perspectives on Cartography präsentiert erstmals eine bislang noch nie öffentlich gezeigte Privatsammlung mit historischen Karten und Plänen der Stadt Berlin, die vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart reichen.

Pro Ausstellungskapitel wird eine Auswahl von über 30 Stadtplänen, Fotografien und Büchern aus der Sammlung zu sehen sein. Dabei liegt der Fokus jeweils auf einem anderen Aspekt der kartografischen Darstellung, sodass sich der Blick auf Berlin immer wieder verändert – und zwar sowohl unter historischen als auch thematischen Gesichtspunkten.

Darüber hinaus präsentieren zeitgenössische Künstler*innen neue Werke. Diese greifen einzelne Themen der Ausstellung auf und schaffen so einen gegenwartsbezogenen Dialog mit dem Archiv.

Kapitel 1: Snapshots & Transitions
Eröffnung: 30.11.2019, 19.00 Uhr
Öffnungszeiten: 01.12.2019 – 05.01.2020, Dienstag – Samstag, 13.30 Uhr – 18.30 Uhr.
Zu Beginn der Reihe erwartet die Besucher ein Einblick in die Geschichte Berlins und lässt sie in die bis heute rätselhafte und abenteuerliche Welt der Kartografie eintauchen. Dabei werden die Besucher auf eine kartografische Reise durch die Stadt geführt, während ausgewählte Karten, Ausstellungsstücke und Begleittexte die Entdeckungstour abrunden. Begeben Sie sich auf die Spuren verborgener Erzählungen, entdecken Sie Bruchstücke der Geschichte, die sich in der Stadt finden lassen, und erleben Sie, wie sich Berlin im Laufe der Jahre verändert hat.
Mit Kunstwerken von DISSS und Olaf Kühnemann.

Kapitel 2: Design & Cognition
Eröffnung: 10.01.2020, 19.00 Uhr
Öffnungszeiten: 11.01.2020 – 02.02.2020, Dienstag – Samstag, 13.30 Uhr – 18.30 Uhr.
Karten sind von einem eigenen System aus Symbolen, Maßstäben und Dimensionen geprägt, mithilfe derer wir die Welt um uns herum interpretieren und ausdrücken können. Wie einfach aber ist der Austausch zwischen dem Entwickler der Karten und deren Benutzer? In dieser Ausstellung steht nicht die Funktion der Berliner Karten als solche im Vordergrund, sondern sie werden als rhetorische Hilfsmittel und Navigationsinstrumente betrachtet – so soll das Potential der Karten als kreative Artefakte mit dialogischer Kraft betont werden. Die Besucher sind eingeladen, in die faszinierende Welt der Legenden, Maßstäbe, Himmelsrichtungen, Netzwerke, Kartuschen und Vignetten einzutauchen.
Mit Kunstwerken von Elizabeth McTernan und Simon Faithfull.

Kapitel 3: Representation & Absence
Eröffnung: 07.02.2020, 19.00 Uhr.
Öffnungszeiten: 08.02.2020 – 01.03.2020, Dienstag – Samstag, 13.30 Uhr – 18.30 Uhr.
Der abschließende Teil der Ausstellung deckt unterschiedliche politische Motivationen auf, die die Herausgabe von Karten Berlins im Laufe der Zeit geprägt haben. Viele der kartografischen Beispiele gehen über eine Reduktion und Vereinfachung der Stadtdarstellung hinaus und weisen redaktionelle Ungenauigkeiten, absichtliche Falschangaben, künstlerische Übertreibungen und sogar fantastische Darstellungen auf! Neben fehlenden Darstellungen von Berlin spielen in diesem Teil der Ausstellung auch bestimmte demografische Merkmale eine Rolle, die beim Entstehungsprozess der Karten einfach außen vor gelassen wurden.
Mit Kunstwerken von Birgit Szepanski und Hadas Tapouchi.

Die Sammlung:
Michael Müller, Jahrgang 1955, sammelt seit fast 20 Jahren Stadtpläne von Berlin. In Berlin-Wedding geboren, hat er die Zeiten von Kaltem Krieg und Mauerbau, das Inseldasein West-Berlins und die Wiedervereinigung aus West-Berliner Perspektive erlebt. Seine Stadtpläne spiegeln geographische, historische und politische Gegebenheiten ihrer jeweiligen Zeit. Er versteht seine Stadtpläne als Kulturgut, das es verdient, allgemein zugänglich gemacht zu werden. Deshalb stellt er einen Teil davon auf seiner Webseite online. Zunehmend unterstützt er auf diesem Weg Studium und Forschung, Lehre und Unterricht.
www.berliner-stadtplansammlung.de

Team
Kuratorische Leitung: Lisa Gordon
Projektleitung und GF: Sven Sappelt, CLB
Projektmanagement: Jaike Herrmann, CLB
Ausstellungsarchitektur: NOa.Berlin
Ausstellungsgrafik: Wolfgang Hückel
Kommunikation: Lone Bech, HEJ PR

Navigating Berlin. Perspectives on Cartography
Ein Ausstellungsprojekt in drei Kapiteln
von Lisa Gordon
in Kollaboration mit CLB Berlin.

Gefördert von der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

Termine

30.11.2019 – 01.03.2020

ORT

CLB Berlin
Aufbau Haus am Moritzplatz
Berlin
10969 Deutschland

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